Thema: Wie stehen Sie zu Social Media und wie sieht Ihrer Meinung nach die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich aus?
Weg von der One-to-Many-Kommunikation hin zur Many-to-Many-Kommunikation, nennt sich die Entwicklung im Web und es ist nicht kontrollierbar. Prominente Negativ-Beispiele gibt es viele, so hat im letzten Jahr Nestle mit einer beträchtlichen Anzahl von Facebook-Fans aufgrund der ‚Orangutan‘-Kampagne von Greenpeace, seine Facebookseite gelöscht. Dieses Verhalten erinnert an den Strauß, wenn er den Kopf in den Sand steckt. Es zeigt das Unverständnis internationaler Konzerne und drückt die Überforderung aus, welche die neue Transparenz auslöst. Das hört sich an wie eine Revolution? Ja, ist es auch. Wenn man bedenkt, dass sich allein in Deutschland in dem letzten Monat 2 Millionen neue Facebook-Nutzer registriert haben und die Neuanmeldungen vorwiegend von Frauen über 45 Jahren getätigt wurden. Sie und Ihr Unternehmen stehen Social Media kritisch gegenüber? Völlig egal, denn Sie und Ihre Mitarbeiter sind im Social Media doch längst präsent. Und vermutlich bloggen, twittern und facebooken ihre Mitarbeiter längst zu Themen rund um alltägliches, dazu gehört natürlich die Firma, der Job und das Produkt. Gut so! Für Unternehmen heißt das, das ganze Unternehmen in das SM-Konzept zu integrieren. Erfolg fürs Unternehmen, hat Social Media nämlich nur, wenn die Unternehmenskultur zufriedene, empowerte und verantwortungsbewusste Mitarbeiter fördert. Um Götz Werner den DM-Gründer zu zitieren „Unternehmen führen, heißt Bewusstsein schaffen“, im Social Web wird lediglich deutlich, ob Sie es geschafft haben eine offene und partizipative Unternehmenskultur zu etablieren, die sich automatisch positiv auf das Unternehmen auswirkt (Erfolgsbeispiel IKEA). Natürlich muss das ganze angeleitet werden durch Workshops und eine Social Media Guideline. Wichtig ist zu begreifen, dass Negativ-Beispiele Online nicht nur hier Negativbeispiele sind, sondern auch auf Personaler- und vor allem auf Managementebene. Sollten sie keinen Stolz für das was sie tun, was sie produzieren und ihren Kunden anbieten, empfinden, werden Sie im Social Web scheitern. Äußern Sie und ihre Mitarbeiter hingegen den Stolz den Sie für den Mehrwert den Sie produzieren, fühlen, wird das belohnt! Befasst sich jemand mit ihrem Unternehmen und sei es die schamloseste Kritik, ist das ein Kompliment an Sie und ihr Team: Sie haben Aufmerksamkeit. Nehmen Sie es ernst, haben Sie nicht nur einen loyalen Kunden mehr, sondern gleich entsprechend des Many-to-Many-Ansatzes die Sympathie einer breiten Öffentlichkeit.
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